Deutschland
Hausaufgaben haben allenfalls einen geringen Nutzen, aber vielfach enorme Nebenwirkungen. Verbesserungen von Hausaufgaben lösen die Probleme nicht. Deshalb sollten die Energien lieber in die Entwicklung von Lernzeiten gesteckt werden.
Ganztägig arbeitende Schulen können Hausaufgaben wieder dahin zurückholen, wo sie herkommen und daraus Schulaufgaben machen, die schließlich als individuelle Lernzeiten mit einer neuen methodisch-didaktischen Qualität in den Unterricht integriert werden.
Bei diesem Entwicklungsprozess sind die Sichtweisen der beteiligten Akteure, Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern und Lehrkräfte zu berücksichtigen, denn sie rücken Knackpunkte in den Fokus, die gelöst werden müssen. Praxisbeispiele zeigen, wie dies gelingen kann.
- Sie lernen in dieser Fortbildung, sich mit den Argumenten Pro und Kontra Hausaufgaben auseinanderzusetzen. Damit sind Sie auf Diskussionen vorbereitet, die in Schulen einsetzen, sobald diese die Einführung von Lernzeiten statt Hausaufgaben planen.
- Durch die Sichtweisen von Schülerinnen und Schülern sowie von Eltern und Lehrkräften lernen sie Knackpunkte kennen, die bei der Einführung von Lernzeiten beachtet werden müssen.
- Sie lernen verschiedene Ausgestaltungen von Lernzeiten und Praxisbeispiele dazu kennen und arbeiten entsprechend Ihrer Schulform in einer Arbeitsgruppe.
- Sie erkennen, welche Anregungen für die Weiterentwicklung Ihrer Schule hin zu Lernzeiten relevant sind und können dazu die nächsten Schritte planen.
Geplanter Verlauf
13.00 – 13.30 Uhr Offener Anfang
13.30 – 14.45 Uhr Vortrag
14.45 – 15.15 Uhr Kaffeepause und Gruppeneinteilung
15.15 – 16.45 Uhr Arbeitsgruppen Grundschule und Sek I
(Arbeit an Praxisbeispielen, Entwicklung von Strategien zur Umsetzung an der eigenen Schule)
16.45 – 17.00 Uhr Schlussrunde und Ende der Veranstaltung
Schulteams sind bei der Veranstaltung herzlich willkommen!
Leitung: Wendelin Grimm und Gunhild Schulz-Gade
Ein Kostenbeitrag in Höhe von 5,00 € wird Vorort erhoben.
Anmeldeschluss: 23.01.2015