Workshop 1:
Ganztagskoordination und Steuerung
Mit neuen Situationen entstehen auch neue Herausforderungen bei der Planung, Gestaltung und Umsetzung des Angebots vor Ort. Der Workshop bietet die Möglichkeit, die eigene Rolle und die (neuen) Aufgaben als Koordinatorin oder Koordinator im Ganztag zu definieren und die Schnittstellen zu den verschiedenen Akteuren zu betrachten.
Ionka Senger, Diplom-Soziologin, Coach – Organisationsberatern – Teamunterstützung – Führungskräfteentwicklung
Workshop 2:
Der Pakt für den Nachmittag an der Pestalozzischule
In diesem Workshop erhalten Sie einen Einblick in das Ganztagskonzept der Pestalozzischule Raunheim. Die Pestalozzischule ist seit dem Schuljahr 2016/2017 im Pakt für den Nachmittag. Im Ganztagsschulbetrieb von Hessens größter Grundschule nehmen inzwischen mehr als 200 Schülerinnen und Schüler teil. Hierbei wird auch das Konzept des Mittagsessens dargestellt sowie die Gestaltung der individuellen Lernzeiten. Selbstverständlich werden auch Stolpersteine und Kommunikationshürden angesprochen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops erhalten und erarbeiten Anregungen für ihre eigene Umsetzung im Pakt für den Nachmittag.
Simon Reiss, Schulleiter an der Pestalozzischule in Raunheim (Grundschule, PfdN)
Workshop 3:
SegeLn - Selbstgesteuertes Lernen an der Bertha-von-Suttner-Schule
Genese, Umsetzung und Weiterentwicklung des Konzepts für Selbstgesteuertes Lernen in der Sekundarstufe I der Bertha-von-Suttner-Schule, Mörfelden-Walldorf. Schwerpunkte auf Phasierung des Unterrichts mittels der „SegeL-Uhr“, Lernentwicklungsgespräche sowie die Erstellung binnendifferenzierter Übungsaufgaben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen das Konzept anhand eines kurzen Inputs und anschließender aktiver Auseinandersetzung mit unterschiedlichen „Bausteinen“ des SegeLn und Reflexion dieser kennen.
Alexandra Kavounis, Koordinatorin SegeL an der Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf (Integrierte Gesamtschule, Profil 1)
Workshop 4:
Gemeinsam Ganztagsschule gestalten: Multiprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Eine gute Kooperation von Schule und Betreuungseinrichtung erfordert ein hohes Maß an Selbstverständnis für die Qualität der eigenen Arbeit als Erzieher und Erzieherin und pädagogische Fachkraft. Durch die multiprofessionelle Verzahnung im Ganztag entsteht ein ganzheitlicher Blick auf das Kind.
Im Workshop erarbeiten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen folgende Themen:
- Im Spannungsfeld vielseitiger Erwartungen: eigene Rolle und Selbstverständnis der Arbeit.
- Kooperationsmöglichkeiten, Maßnahmen zur Verzahnung von Betreuung und Schule.
Zielgruppe: Schuleitung und Ganztagskoordination im Tandem mit Fachkräften aus der Betreuung.
Carola Humpe, Ganztagskoordinatorin an der Friedrich-Fröbel-Schule in Viernheim (Grundschule PfdN)
Workshop 5:
"Neue Schule – Unsere Kinder und wir in Schule und Ganztag"
Häufig wird der Zusammenhang von baulichen Maßnahmen und pädagogischem Handeln zu wenig berücksichtigt. Das Festhalten an konventionellen Schulbauweisen, Raummodellen und Nutzungsprinzipien steht in großem Widerspruch zu den bildungspolitischen Forderungen nach praxisorientiertem Unterricht, ganztägiger Betreuung, nach Inklusion und Chancengerechtigkeit sowie partnerschaftlicher Elternarbeit. Im Mittelpunkt unseres (raum-)pädagogischen Konzepts steht deshalb die Einsicht, dass gelingendes Lernen und Arbeiten von drei einander beeinflussenden Dimensionen abhängen, die sich wechselseitig positiv verstärken. Erst eine integrative Sicht auf Raumkultur, Lernkultur und Teamkultur ermöglichen es, eine pädagogische Architektur zu schaffen, die den Bedürfnissen von Lernenden und Lehrenden bestmöglich gerecht wird. Veränderung braucht Mut und Dialog. Wir möchten Mut machen, Dialoge schaffen und unter der Einbringung der Beteiligten Neues Lernen entstehen lassen.
Karin Doberer, Geschäftsführung LernLandSchaft, Human Process Coach
Workshop 6:
Die Lehrkraft als Coach und Wegbegleiter
Die Schule der Zukunft braucht zunehmend Lernbegleiter, die die Schülerinnen und Schüler individuell begleiten. Gerade der Ganztag bietet dazu Chancen. Die Herausforderungen im Umgang mit einer immer heterogeneren Schülerschaft erfordern Konsequenzen. Was dies konkret in der Praxis bedeutet, wird in diesem Workshop behandelt. Mit Beispielen aus der Praxis von Schulen, die dies umsetzen, entwicklungspsychologischen und neurobiologischen Hintergründen und mit ersten Übungen im Coaching.
Silke Weiß, Schulentwicklungsberaterin Kreis Bergstraße Odenwald, Leiterin der LernKulturZeit Akademie
Workshop 7:
Das Pausen- und Mittagskonzept an der Zentgrafenschule
Pädagogische Gestaltung der Mittagsfreizeit für Grundschulkinder unter Berücksichtigung der Aspekte Mittagsverpflegung, Bewegungsdrang und Ruhebedürfnis.
Mechthild Ossenbeck, Schulleiterin an der Zentgrafenschule in Frankfurt (Grundschule, Profil 3)
Workshop 8:
Rechtlicher Rahmen und Wege zur Handlungssicherheit bei Arbeitsverhältnissen in der Ganztagsschule
Die Beschäftigten in der Schulkinderbetreuung unterliegen denselben Sozialversicherungs- und Steuerpflichten wie ein in Vollzeit beschäftigte/-r Arbeitnehmer/-in. Oder doch nicht? Der Verein / der Träger der Schulkinderbetreuung hat als Arbeitgeber Sonderrechte, insbesondere für seine Honorarkräfte. Oder doch nicht? Erfahren Sie in diesem Workshop, wie Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtssicher eingruppieren und damit Schaden von Ihrem Verein bzw. von dessen Vorstand fernhalten. In der Sozialversicherung, bei der Steuer und in der Berufsgenossenschaft.
Elke Hauff, Landesverband der Schulfördervereine in Hessen e.V